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Die kleinen Schmucken

verkaufsladen nadelnSie machen sich gut: die Grammophon-Nadeldöschen aus Blech, ausgestellt in der Sammlervitrine, auf dem Trichtergrammophon oder in den Regalen des antiken "Verchäuferliladens". Eine kleine Auswahl alter, gebrauchter Döschen, leer oder noch mit ein paar Dutzend Nadeln bestückt, finden Sie im Shop, ebenfalls im Verkauf: versiegelte Dosen mit empfehlenswerten Nadeln für Ihre kostbaren Schellacks.
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Und das sind die neu gelisteten Platten der Woche

Dieser Bäcker ist Kult

baeckerei zuerre ausschnittEs war die Rolle seines Lebens: Emil Hegetschweiler als Bäcker Zürrer im Film "Bäckerei Zürrer" von Kurt Früh.

Die Rolle wurde dem gelernten Bäcker-Konditor von Kurt Früh auf den Leib geschrieben. Bevor «Hegi» als Kabarettist und Volksschauspieler berühmt wurde, übernahm er 1917 die väterliche Konditorei im Herzen von Zürich, an der Spiegelgasse, und eröffnete 10 Jahre später einen Filialbetrieb, die «Konditorei Helmhaus» mit Tea-Room, das ein beliebter Künstlertreffpunkt wurde.

Kurt Frühs Tragikomödie «Bäckerei Zürrer» von 1957 war der erste Schweizer Film, der das Zusammenleben in einer modernen urbanen und multikulturellen Gesellschaft thematisierte und gilt als bedeutendster Film der 1950 bis 1960er Jahre, als Meilenstein des alten Schweizer Films. Unvergessen auch Ettore Cella in der Rolle des «Marronibraters» Renzo Pizzani, Margrit Winter als Trudi Zürrer, Peter Brogle als Heini Zürrer und Walter Morath als Richard Zürrer. Nicht nur die authentischen Szenen an der Zürcher Langstrasse sind grossartig, für Freunde des Radrennsports sind auch die Aufnahmen von der «Offenen Rennbahn» in Zürich-Oerlikon (Heini Zürrer träumt von einer Karriere als Radrennfahrer) ein Genuss.

Die Musik zum Film komponierte übrigens Walter Baumgartner, der als Orchesterleiter, Arrangeur und Komponist auf unzähligen Schellackplatten vertreten ist, das Lied «Herr Lehmann» wurde von Baumgartners Frau, Helen Vita, gesungen.

Den Film-Soundtrack hat die Musikmamsell auf Vinyl, auf Schellack gibt es ein Wiederhören mit Emil Hegetschweiler  als «Temperli». Diese in den 1930ern/40ern von Emil Hegetschweiler selbst geschriebenen und interpretierten Sketches waren äusserst beliebt.

Hier sind die "Temperli"-Sketches.

Und hier geht es zu weiteren Aufnahmen mit Emil Hegetschweiler im Plattenladen

So war es bei den Andrews Sisters

the andrews sisters brunswiDie Theatergruppe "Estrich Theater" präsentiert in Zürich Szenen aus der Erfolgsgeschichte der ANDREWS SISTERS mit Live-Ensemble und -Gesang

"Ich dachte, sie machen alle ihre Reisen per Besen", soll der Schauspieler und Komiker Groucho Marx gesagt haben, als er erfuhr, dass die Andrews Sisters mit ihm im gleichen Zug mitreisten. Ähnlich bösartig waren andere Stimmen, die sich zu den Andrews Sisters zu Beginn deren Karriere äusserten. Die Andrews Sisters mussten tatsächlich ihren Aufstieg hart erarbeiten.
Und so begann es:

Im Hause Andrews liebte man die Musik. Die Töchter kamen durch ihre Mutter, die aus Norwegen stammte, früh mit dem Gesang in Kontakt. Dabei stellte die Mama eigene künstlerische Ambitionen zurück, um ihre Töchter zu fördern. Der Vater, ein gebürtiger Grieche, betrieb ein kleines Restaurant und änderte in den USA seinen Namen Andreos auf Andrews

Schon als Kinder und Jugendliche kopierten LaVerne, Maxene und Patty die damals berühmten Boswell Sisters. LaVerne setzte sich ans Klavier, erarbeitete eine Version mit drei Harmonien und brachte diese ihren 5 und 7 Jahre jüngeren Geschwistern bei – die bis ans Lebensende keine Noten lesen konnten.

Was mit viel Enthusiasmus, ungeheurem Fleiss und einer ersten einjährigen Tournee kreuz und quer durch die USA 1931 begann (die Mädchen waren damals 13, 15 und 20 Jahre alt!), brauchte fast sieben Jahre eines intensiven Einsatzes und einfachen Lebens bis zum Durchbruch 1938. Allerdings wurde das Leben danach mit Ruhm, Geld und Glamour keinesfalls einfacher. 1954 trennte sich Patty von den Geschwistern um eine Solokarriere zu starten, als der Erfolg ausblieb, kamen die drei wieder zusammen, ohne jedoch an die Erfolge früherer Zeiten anknüpfen zu können. Das Terzett löste sich 1966 wegen gesundheitlicher Probleme von LaVerne auf, die 1967 an Krebs starb.
Mit der Produktion "Bei mir bist du schejn" zeichnet das Estrich Theater sympathisch und mit viel Engagement die Lebensgeschichte dieser einzigartigen "Girlie"-Band nach und lässt ihren mitreissenden Sound aufleben.

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Hier sind die guten Stücke

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